Viele Menschen scheuen sich davor, in dem eigenen PC herumzuschrauben. Doch, was ist wenn die Festplatte defekt ist und gerade keiner helfen kann diese zu wechseln und der PC dringend benötigt wird? Eigentlich ist der Festplattenwechsel gar nicht so schwer, wenn man einige einfache Tipps befolgt, welche nun beschrieben werden.

Zunächst die Daten sichern

Solange die Festplatte lediglich einen kleinen Defekt hat, aber noch soweit einsatzfähig ist, dass auf die Daten zugegriffen werden kann, sollten diese so schnell es geht gesichert werden. Hierfür eignet sich eine externe Festplatte oder ein dementsprechend großer USB-Stick. Sobald eines dieser Geräte an den PC angeschlossen ist, kann die Datenübertragung beginnen.

Zudem ist es wichtig, dass es in dem sogenannten NTFS-Format formatiert ist. Als Nächstes sollte in der Systemsteuerung der Unterpunkt System und Sicherheit gewählt werden. Hier müssen die Menüpunkte Wartungscenter und anschließend Sicherung einrichten ausgewählt werden. Windows fragt nun, was wohin kopiert werden soll, als Ziel sollte hier die externe Festplatte oder der USB-Stick gewählt werden.

Das Tauschen der Festplatte

Sind alle Daten gesichert, kann die defekte Festplatte ausgetauscht werden. Zunächst muss der Netzstecker gezogen werden. Bevor jedoch einzelne Teile im Inneren des PCs berührt werden, sollte zum Beispiel an ein Heizungsrohr gefasst werden, um eine statische Aufladung zu verhindern. Möglich ist es auch, speziell für diese Zwecke geeignete Handschuhe zu tragen. Bevor es an den Wechsel der Festplatte geht, sollte dieser vorsichtig auf die Seite gelegt werden.

Wichtig ist auch, dass ausreichend Licht vorhanden ist, um nicht aus Versehen andere Bauteile zu beschädigen. Nun wird der PC aufgeschraubt und die Kabel der alten Festplatte (Strom und Datenkabel) sowie die Schrauben, die die Festplatte halten, entfernt. Nun wird diese vorsichtig aus dem Schacht gezogen und aus dem Gehäuse entfernt. Einige Tower sind sehr eng, deshalb ist es sehr wichtig, besonders behutsam vorzugehen.

Nun kann die neue Festplatte vorsichtig in den Schacht, in dem sich die alte Festplatte befand, gesteckt werden. Als Nächstes müssen die beiden Kabel wieder angesteckt und die Schrauben zur Befestigung angezogen werden. Nun kann der Tower wieder verschlossen und das Betriebssystem aufgespielt werden.

Windows auf eine neue Festplatte aufspielen

Die neue Festplatte ist natürlich leer, deshalb muss nun ein neues Betriebssystem aufgespielt werden. Hierfür muss die Windows-Installations-DVD im Laufwerk sein, wenn der PC bootet. Im Installationsprogramm muss nun die Seriennummer eingegeben und eine Partition erstellt werden.

Es empfiehlt sich eine kleinere Partition für Windows und andere Programme und eine größere für Spiele, Fotos etc. zu erstellen. Dies hat den Vorteil, dass, wenn Windows einmal defekt ist, die Spiele und Spielstände sowie die Fotos nicht auch verschwunden sind. Ist der Installationsvorgang abgeschlossen, kann die neue Festplatte genutzt werden.

Viele PC-Besitzer nutzen neben Windows auch noch ein anderes Betriebssystem aus der Linux-Familie. Das funktioniert zwar auch auf einer Partition, aber um Konflikte zu vermeiden, ist es besser, wenn die Festplatte entsprechend partitioniert wird. Ohne Vorarbeit geht das in der Regel nicht.

So wird es gemacht

Als erstes sollten wichtige Daten gesichert werden. Danach muss die Festplatte partitioniert werden. Windows stellt dafür eigene Bordmittel bereit. Wurde die Festplatte bereits schon einmal partitioniert und ist dort ein entsprechend großer Speicherplatz vorhanden, dann kann dieser Schritt übersprungen werden.

Das Tool zum Partitionieren der Festplatte findet der Anwender unter der Datenträgerverwaltung von Windows. Unter dem Begriff Festplatte partitionieren und formatieren öffnet sich das Programm. Bei der Formatierung sollte man der neuen Partition genügend Platz einräumen, denn es bleibt ja nicht nur allein bei den Daten für das neue Betriebssystem.

Es gibt allerdings auch ein kostenloses Tool, das noch umfangreicher ist, als das Partitionieren über Windows. Die Software heißt GParted Live und kann im Internet heruntergeladen werden. Ist die Festplatte partitioniert, muss der PC neu gestartet und von dem Medium, auf dem sich die Installationsdatei befindet, gebootet werden. Der Zielort ist dann die neue Partition. Beim nächsten Start kann dann der Nutzer auswählen, welches Betriebssystem genutzt werden soll.

Warum überhaupt Partitionen?

Wenn genügend Platz auf der Festplatte vorhanden ist, kann diese in mehrere Partitionen aufgeteilt werden. So kann man gleich mehrere Betriebssysteme aufspielen. Aber eine Partition lässt sich auch zu anderen Zwecken nutzen, als nur für ein Betriebssystem. Eine Partition ist auch ein Ort, in dem wichtige Daten, Fotos, Filme oder Musik gespeichert werden können.

Es ist ja schon vorgekommen, dass man sich das Betriebssystem zerschossen hat. Daraus resultiert unweigerlich eine Neuinstallation. Die bisherigen Daten gehen damit allerdings verloren. Wer seine wichtigen Dokumente jedoch auf einer anderen Partition gespeichert hat, braucht keinen Verlust zu befürchten. Trotzdem sollte man sich angewöhnen, alle wichtigen Daten auf einem externen Datenträger zu speichern. Sicher ist sicher.

Windows, Linux und Co

Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Linux ist kostenlos, zumindest die meisten Distributionen. Allerdings ist die Auswahl so groß, dass man schnell den Überblick verliert. Mit verschiedenen Partitionen lassen sich unterschiedliche Betriebssysteme aufspielen und testen. Gefällt es nicht, wird einfach ein neues Betriebssystem installiert. Das Partitionieren ist keine Hexerei und wird durch das Windows Tool eigentlich selbst erklärt. Sicher würde das auch in einer sogenannten Virtual Box funktionieren, aber das ist keine wirkliche Partition. Außerdem bremst diese Variante das System aus.

NAS bedeutet Netzwerkspeicher, bei welchem es sich um einen eigenen Server handelt. In Büros oder auch zu Hause werden damit mehrere Computer verbunden. Sobald das Netzwerk verbunden ist, können sämtliche Daten, wie Fotos, Musik und Dokumente darauf gespeichert werden. Jeder verbundene Computer aber auch mit eingetragene Handys und TV – Anlagen können auf die Daten zugreifen und somit manche Arbeitswege erleichtern.

Im NAS werden die Dateien in verschiedenen Ordnern gespeichert. Je nach Bedarf können sie so eingestellt werden, dass nur bestimmte Personen darauf Zugriff haben. Jede Art von Musik und Videos lassen sich direkt über den TV oder das Handy abspielen – problemlos und übersichtlich lassen sich die Daten finden. Der Netzwerkspeicher aktualisiert automatisch die Daten der Musik und Videos dazu und fügt Informationen dazu ein.

Praktische Funktionen im NAS

Auch der Drucker kann im Netzwerkspeicher per USB eingestellt werden. Praktisch daran ist, dass der angeschlossene Drucker von jedem mitwirkenden genutzt werden kann.
Sei es im Urlaub oder mal eben von Firma zu Firma. Die Dokumente können einfach und schnell über den Speicher ausgedruckt werden. Unter anderem ist der NAS die ideale Lösung für die, die Ihre Daten nicht löschen möchten und auch nicht auf Speicherkarten ablegen wollen. Die Daten bleiben immer erhalten und sind auch außerhalb immer erreichbar. Je nach Einstellung können die Daten auch mit gesetzten Passwörtern im Internet abgerufen werden.

NAS und die Sicherheit

Sicherheit beim Thema Daten absichern ist sehr wichtig in Firmen aber auch privat. Daher bieten die Hersteller auch nicht immer nur eine Festplatte an, sondern auch zwei die sich praktisch identisch spiegeln. Sie arbeiten zusammen und geben dem Besitzer mehr Sicherheit. Fällt eine Platte mal aus, arbeitet die andere mit den Daten weiter und es entsteht kein Verlust der gespeicherten Dateien. Bei der Entscheidung, ob eine oder zwei Festplatten benötigt werden, kommt es immer auf den gewünschten Speicherplatz an.

Für große Firmen ist das Leergehäuse sehr praktisch. Der Nutzer hat keine bestimmte Anzahl vom Speicherplatz, sondern bestimmt seinen Speicher selber. Je nach Bedarf kann er die Festplatten selber in das Leergehäuse einsetzen. Über den Heimarbeitsplatz kann man dann im Server die Dateien und Dokumente verwalten. Verfügt man über eine aktive und stabile Internetverbindung, können sogar eigene Internetseiten über das NAS betrieben und verwaltet werden. Auch für den Ladenbesitzer ist die Funktion da, netzwerktaugliche Kameras über das NAS laufen zu lassen.