Betriebssysteme auf verschiedenen Partitionen installieren

Viele PC-Besitzer nutzen neben Windows auch noch ein anderes Betriebssystem aus der Linux-Familie. Das funktioniert zwar auch auf einer Partition, aber um Konflikte zu vermeiden, ist es besser, wenn die Festplatte entsprechend partitioniert wird. Ohne Vorarbeit geht das in der Regel nicht.

So wird es gemacht

Als erstes sollten wichtige Daten gesichert werden. Danach muss die Festplatte partitioniert werden. Windows stellt dafür eigene Bordmittel bereit. Wurde die Festplatte bereits schon einmal partitioniert und ist dort ein entsprechend großer Speicherplatz vorhanden, dann kann dieser Schritt übersprungen werden.

Das Tool zum Partitionieren der Festplatte findet der Anwender unter der Datenträgerverwaltung von Windows. Unter dem Begriff Festplatte partitionieren und formatieren öffnet sich das Programm. Bei der Formatierung sollte man der neuen Partition genügend Platz einräumen, denn es bleibt ja nicht nur allein bei den Daten für das neue Betriebssystem.

Es gibt allerdings auch ein kostenloses Tool, das noch umfangreicher ist, als das Partitionieren über Windows. Die Software heißt GParted Live und kann im Internet heruntergeladen werden. Ist die Festplatte partitioniert, muss der PC neu gestartet und von dem Medium, auf dem sich die Installationsdatei befindet, gebootet werden. Der Zielort ist dann die neue Partition. Beim nächsten Start kann dann der Nutzer auswählen, welches Betriebssystem genutzt werden soll.

Warum überhaupt Partitionen?

Wenn genügend Platz auf der Festplatte vorhanden ist, kann diese in mehrere Partitionen aufgeteilt werden. So kann man gleich mehrere Betriebssysteme aufspielen. Aber eine Partition lässt sich auch zu anderen Zwecken nutzen, als nur für ein Betriebssystem. Eine Partition ist auch ein Ort, in dem wichtige Daten, Fotos, Filme oder Musik gespeichert werden können.

Es ist ja schon vorgekommen, dass man sich das Betriebssystem zerschossen hat. Daraus resultiert unweigerlich eine Neuinstallation. Die bisherigen Daten gehen damit allerdings verloren. Wer seine wichtigen Dokumente jedoch auf einer anderen Partition gespeichert hat, braucht keinen Verlust zu befürchten. Trotzdem sollte man sich angewöhnen, alle wichtigen Daten auf einem externen Datenträger zu speichern. Sicher ist sicher.

Windows, Linux und Co

Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Linux ist kostenlos, zumindest die meisten Distributionen. Allerdings ist die Auswahl so groß, dass man schnell den Überblick verliert. Mit verschiedenen Partitionen lassen sich unterschiedliche Betriebssysteme aufspielen und testen. Gefällt es nicht, wird einfach ein neues Betriebssystem installiert. Das Partitionieren ist keine Hexerei und wird durch das Windows Tool eigentlich selbst erklärt. Sicher würde das auch in einer sogenannten Virtual Box funktionieren, aber das ist keine wirkliche Partition. Außerdem bremst diese Variante das System aus.